Seelsorgerische Begleitung

In unserem christlichen Haus wird auch für die Seele Sorge getragen. In Anlehnung an unser Leitbild stehen die Würde und das tägliche Wohlgefühl unserer Bewohner/innen sowie die Achtung vor ihrem bisherigen Lebensweg stets im Mittelpunkt unserer Arbeit. Nicht nur aus diesen Gründen liegen uns ein vielfältiges Angebot an katholischen, evangelischen und ökumenischen Gottesdiensten sowie die seelsorgerische Begleitung und Betreuung der uns anvertrauten Menschen besonders am Herzen. Unsere Arbeit wird durch die Priester der Gemeinde, von Gemeindereferenten und Diakonen sowie von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen unterstützt, die unsere Bewohner/innen nach Absprache besuchen und u.a. die Krankenkommunion, das Sakrament der Krankensalbung oder die Segnung ermöglichen.

Wir bieten unseren Bewohner/innen jeden Mittwoch und jeden ersten Freitag im Monat jeweils ab 15:30 Uhr eine Heilige Messe bzw. das Rosenkranzgebet in der hauseigenen Kapelle an. Des Weiteren findet an jedem letzten Freitag im Monat ein evangelischer Gottesdienst mit Abendmahl statt. Auch ein Zimmerabendmahl wird im St. Josefshaus angeboten. Zusätzlich werden die Heiligen Messen aus der hauseigenen Kapelle sowie sonntags aus der in direkter Nachbarschaft befindlichen St. Peter Kirche übertragen und können hier im Haus über die Fernsehgeräte verfolgt werden. Ein einmal im Jahr stattfindender Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Bewohner/innen des Vorjahres ist ebenfalls Teil unserer Seelsorge. Natürlich gibt es auch viele besondere Lebenssituationen, in denen die Seelsorge ihren Ort hat. Angesichts des nahenden Todes ist die begleitende Nähe eines Mitmenschen Ausdruck von Nächstenliebe und ein Zeichen, dass Gottes Liebe auch im Sterben trägt. In dieser Phase möchten wir nicht nur unseren Bewohner/innen sondern auch den Angehörigen bei Bedarf den seelsorgerischen Beistand geben und sind dankbar für die Unterstützung durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen des Sitzwachenkreis Kettwig. Ihm gehören Frauen und Männer aus unterschiedlichen Berufen und Altersgruppen an, die sich in Seminaren und Vorträgen auf diese Aufgabe vorbereitet haben und sich ständig weiterbilden. So arbeiten alle Mitarbeiter/innen und Seelsorger Hand in Hand zusammen, um so den Bewohnern eine kontinuierliche Präsenz bieten zu können, denn wir verstehen die Kooperation untereinander als unterstützendes Miteinander.

Dabei stehen die Wünsche und Bedürfnisse des Sterbenden stets im Mittelpunkt, und wir lassen uns leiten von unserem Einfühlungsvermögen in die Person um herauszufinden, was der Würde dieses Menschen entspricht. Wir können still an seinem Bett sitzen, kleine Handreichungen tun, seine Hand halten oder etwas sprechen, singen oder beten. Für dieses Handeln gibt es keine festen Regeln, aber die achtsame Nächstenliebe ist stets Maßstab für unser Tun.

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